Tiere sprechen jeden Tag mit uns.
Nur nicht immer in Worten.
Sie zeigen uns, was sie fühlen, was sie brauchen und was sie bewegt – auf ihre ganz eigene Art.
Ich höre zu.
Du darfst verstehen.
Tierkommunikation beginnt manchmal mit einer einzigen Frage.
Was möchtest du mir sagen?
Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Verhalten.
Es geht um das Tier selbst – um seine Gefühle, seine Wünsche und das, was es seinem Menschen zeigen möchte.
Ein Tier erzählt seine eigene Geschichte.
Ich höre zu und gebe weiter, was bei mir ankommt.
Manches ist überraschend.
Manches berührt.
Und manchmal erklärt eine kleine Botschaft plötzlich etwas, das lange niemand verstanden hat.
Während meiner Ausbildung durfte ich ein Gespräch mit der Hündin meiner Lehrerin erleben. Dabei kamen ganz andere Dinge zum Vorschein, als erwartet.
Die Hundedame erzählte, dass sie die Ballspiele mit Frauchen eigentlich gar nicht mochte. Sie spielte nur mit, weil sie Frauchen zuliebe mitmachte.
Das wurde akzeptiert. Doch dann kam etwas, womit niemand gerechnet hatte.
Die Hundedame wünschte sich, dass ihr Frauchen endlich wieder einen Mann in ihr Herz lässt und glücklich wird. Der nette Mann, dem sie immer wieder begegnete, wäre doch vielleicht genau der Richtige.
Wow. Das saß.
Und es folgte erst einmal eine lange Stille. 😄
Für mich zeigt diese Geschichte sehr schön, wie genau Tiere ihren Lieblingsmenschen beobachten. Sie nehmen nicht nur wahr, was wir sagen. Sie spüren auch, wie es uns wirklich geht und was in unserem Leben fehlt.
Manchmal erzählen sie uns Dinge, mit denen wir selbst nicht gerechnet haben. 🐾❤️
Ich kam von einem Spaziergang und sah sechs Pferde auf der Koppel. Sie signalisierten mir: Komm zu uns.
Die Stute Tiffi stand in der Mitte, die anderen Pferde um sie herum. Sie kam näher und schaute mich an. Ich hatte schon öfter Kontakt mit ihnen gehabt, aber dieses Mal war etwas anders.
Ich berührte Tiffi ganz sanft. Sie nickte – und danach gingen alle Pferde gemeinsam in eine andere Richtung.
Erst zwei Tage später verstand ich, was passiert war.
Tiffi war gegangen.
Nun waren es nur noch fünf Pferde. Die Herde kam wieder an die Stelle ihres letzten Treffens. Ich spürte die Trauer und die Leere, die Tiffi als Leitstute hinterlassen hatte.
Am Wegesrand pflückte ich eine Blume und legte sie an die Stelle, an der Tiffi gegangen war.
Die Pferde blieben ruhig bei mir stehen.
Ich sagte zu ihnen:
„Ihr habt euch. Ihr könnt gemeinsam trauern und euch gegenseitig Halt geben.“
Ich habe noch nie ein Pferd weinen sehen. Aber ich spürte, dass sie verstanden hatten: Sie waren mit ihrem Schmerz und ihrem Verlust nicht alleine.
Tiffi war gegangen.
Aber sie lebt in ihrer Herde weiter. 🐴❤️